Die „kaiserlich königliche kindliche Majestät Hartzkönigin IV“ entstand durch einen Tipp von dem lustigen Fotografen André C. Hercher. Er fragte mich, ob ich etwas zum Richtfest des Berliner Stadtschlosses mache. Eigentlich hatte ich nichts geplant. Doch angesichts der Wiedererrichtung eines geschichtsglättenden Bauwerks kam mir der Gedanke, dass ein Schloss auch eine Königin braucht. Zufälligerweise hatte ich gerade Zeit.
Wir krönten uns sogleich mit der Winkekatzenkrone und unser Adjutant kümmerte sich um den Rest. Schließlich wurden wir in unserer Sänfte zum Richtfest getragen. Am Schloss angekommen, verweigerten wir trotz Akkreditierung dem Stadtschloss unsere Audienz. Die Polizei geleitete uns huldvoll zur Gegendemonstration. Dort angelangt, hielt der Zeremonienmeister der „kaiserlich königlichen kindlichen Majestät Hartzkönigin IV“ aka Chefspatz eine flammende Rede aufs Schloss und das System.
Besonders gut kam die Aktion bei alten weißen Männer mit Brille an.
Sie ätzten: „Such dir ’nen Job!“ Majestätsbeleidigung!
Jetzt, irgendwo versteckt im Humboldt Forum, in einem Raum, der „Die Geschichte des Ortes“ heißt, sind die Bilder der Aktion in einer Videocollage zu sehen.
Und das lohnt sich!
Danke an die Sänftenträger Alessandro Vitali, Bambi van Balen und Yiannis Pappas.